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    Multiple Sklerose      MS - Sensibilitätsstörung

Die Krankheit mit 1'000 Gesichtern

 

MS in wenigen Worten:

  • MS ist nicht ansteckend
  • Die MS ist eine Autoimmunerkrankungen
  • Wieso eine Multiple Sklerose entsteht, ist bislang nicht bekannt
  • Jede Multiple Sklerose
    verläuft unterschiedlich
    , darum nennt man sie auch die Krankheit mit den 1'000 Gesichtern
  • Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr
  • Eine genaue Vorhersage des Krankheitsverlaufes einer MS ist nicht möglich

 

  • Mit MS kann man, unter günstigen Umständen, lange ohne Behinderung leben
  • Und MS kann Jeden treffen
  • Weitere Websites im Internet rund um die Multiple Sklerose hier

 

  • für alle die es einmal persönlich erleben wollen, wie sich ein MS'ler bei Beeinträchtigung fühlt bitte hier klicken
    (MS-Simulator)
   

Die Multiple Sklerose (MS)
Wahrscheinlichkeit
Ursache für die Entstehung
Symptome
Vorhersage

 

Verlauf
Diagnose
Therapiemöglichkeiten
Familienplanung
meine MS

Die Multiple Sklerose (MS) - Enzephalomyelitis disseminata
ist eine chronische Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarkes (Zentrales Nervensystem). Die MS gehört in die Gruppe der Autoimmunerkrankungen.
Das körpereigene Abwehrsystem (unser Immunsystem), zerstört fälschlicherweise auch das Myelin des zentralen Nervensystems, weil dieses nicht erkannt wird (demyelinisierend). Das Myelin kann man sich vorstellen wie eine Isolierung eines Kabels. Durch eine Schädigung des Myelins kommt es zu Störungen der Nervenimpulse vom Gehirn weg und zum Gehirn hin. Diese Schädigungen nennt man Läsionen und können im MRT sichtbar gemacht werden. Folge davon sind Lähmungen und sensible Reizerscheinungen.

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Multiple Sklerose bedeutet:
Multipel = zu verschiedenen Zeiten an unterschiedlichen Orten
Sklerose = verhärtet.

Die hoch ist die Wahrscheinlichkeit an Multipler Sklerose zu erkranken?
Sie ist mit 30 bis 80 Erkrankungen auf 100.000 Menschen eine recht häufige neurologische Krankheit. Frauen erkranken zu ca. 2/3 Männer zu 1/3. Das Haupterkrankungsalter liegt zwischen dem 15. und 40. Lebensjahr.

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Gibt es eine Ursache für die Entstehung einer Multiple Sklerose?
Ist leider nicht bekannt. Eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der MS spielen die T-Zellen der Immunabwehr. Normalerweise können sie diese zwischen Eindringlingen wie Bakterien oder Viren unterscheiden und gelangen nicht in das Nervensystem. Man nimmt an, dass die Krankheit als Folge auf einen Virusinfekt vor längerer Zeit bestand, entsteht. Wahrscheinlich ist aber ein Zusammentreffen mehrerer verschiedener Faktoren erforderlich, um eine solche fehlerhafte Immunreaktion auszulösen.
Es gibt auch regionale Verteilungsunterschiede der Erkrankung. Menschen mit europäischer Abstammung erkranken am häufigsten, Japaner am seltensten.

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Welche Symptome gibt es bei der MS?
Es gibt keine einheitliche MS. Die meisten MS'ler erleben die MS unterschiedlich. Es kommt darauf an, wo sich die entzündliche Reaktion befindet.

Häufig bei der MS auftretende Beschwerden sind:
- Sehstörungen: verschwommenes Sehen, Doppelbilder

- Koordinationsstörungen; Schwindel, Unsicherheit beim Gehen
- Lähmungserscheinungen
- Kraftminderung
- Sensibilitätsstörungen: Kribbeln, pelziges Gefühl auf der Haut,   Taubheitsgefühl, brennendes Gefühl
- Harnblasen- und Darmfunktionsstörungen
- Sexualfunktionsstörungen
- Störung der Hirnleistung
- Stimmungsveränderungen

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Vorhersage des Krankheitsverlaufes:
Eine genau Vorhersage, wie die Krankheit beim Einzelnen verlufen wird, gibt es nicht. Der grösste Teil der Neuerkrankten durchleben immer wieder Schübe. Ein "Schub" ist das Auftreten neuer oder die Verschlechterung bestehender Symptome über mindestens 24 Stunden. Die Störungen bilden sich nach Tagen oder Wochen mehr oder weniger zurück.
1/3 der Erkrankten ist auch nach langjährigem Bestehen ihrer MS kaum beeinträchtigt. Ganz selten besteht eine rasche Verschlimmerung des Zustandes bis zur vollständigen Invalidität.

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Welche Verlaufsformen unterscheidet man:
- Gutartiger (benigner) Verlauf: etwa 30%, nach meist ein bis zwei   Schüben tritt keine weitere Verschlechterung ein, Patienten bleiben auf   längere Sicht nicht oder nur minimal behindert.
- Schubförmiger Verlauf mit vollständigen Remissionen: etwa 25%,   Auftreten wiederholter nicht vorhersehbarer Schübe mit vollständiger   oder nur teilweiser Rückbildung der Symptome. Die Krankheit kann aber   auch für Monate oder Jahre ruhen.
- Schubförmig progredienter Verlauf: schleichende Verschlechterung der   Beschwerden mit zusätzlichen akuten Verschlechterungen.
- Sekundär progredienter Verlauf: 30-40%, Übergang von einem anfangs   schubförmigen Verlauf in einen kontinuierlich fortschreitenden Verlauf.
- Primär progredienter Verlauf: ist die seltenste Verlaufsform, aber auch   schwerwiegendste Form der MS. Sie trifft ungefähr 5 - 10% Prozent,   meist ist der Krankheitsbeginn bei diesem Verlauf sehr spät. Hier treten   keine Schübe auf und der körperliche Zustand verschlechtert sich   kontinuierlich. Das Fortschreiten kann zum Stillstand kommen.

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Wie kann man Multiple Sklerose diagnostizieren?
mindestens 2 Schübe oder Progredienz über mehr als ein halbes Jahr) und betroffen sein mehrerer Bereiche des Zentralnervensystems (mindestens zwei von einander getrennter Regionen). Zudem müssen andere mögliche Krankheitsursachen, z.B. ein Schlaganfall, ausgeschlossen werden. Um die Diagnose zu sichern, werden verschiedene Zusatzuntersuchungen durchgeführt: - Untersuchung der evozierten Potenziale (EP): Bei der Messung der EP werden nach Reizung von Seh-, Hör- und sensibler Nerven Hirnstromkurven abgeleitet. Hierdurch können Veränderungen der Nervenleitung in Form von herabgesetzter Leitungsgeschwindigkeit und Impulsstärke erkannt werden. Die Untersuchung ist weder belastend noch schmerzhaft. - Kernspintomographie (MRT): Die Kernspintomographie bildet in hoher Auflösung die Strukturen von Gehirn und Rückenmark ab. Hierdurch können die Entzündungsherde sichtbar gemacht werden. Allein vom Bild der Kernspintomographie kann die Diagnose einer MS nicht gestellt werden. Durch die Beurteilung von Aussehen, Zahl, Größe und Verteilungsmuster der Herde ergeben sich hiefür aber wichtige Hinweise. - Liquordiagnostik: Das Nervenwasser (Liquor cerebrospinalis) umspült das Gehirn und Rückenmark. Durch die Untersuchung des Liquors können für die MS charakteristische Entzündungszeichen nachgewiesen werden. Bei der wenig belastenden Untersuchung werden davon wenige Milliliter unterhalb des Endes des Rückenmarks vom Rücken aus entnommen und auf Zellen und bestimmte Eiweißverbindungen untersucht.

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Welche Therapiemöglichkeiten gibt es bei der MS?
Während eines Schubes: Am wirksamsten hat sich die Infusionsbehandlung über 3 - 5 Tage mit jeweils 1g (Methyl)-prednisolon erwiesen. Kortison hemmt den akuten Entzündungsprozess an den Markscheiden der Nervenzellen. In Einzelfällen kann hieran anschließend eine kurzdauernde niedriger dosierte Fortsetzung der Behandlung in Tablettenform sinnvoll sein. Die Dauermedikation mit Kortison ist nicht wirksam.
Ziel der Schubbehandlung ist die Schubdauer zu verkürzen und die Rückbildung der Schubsymptome zu verbessern.

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Was ist bei der Familienplanung zu beachten?
Die Multiple Sklerose ist keine Erbkrankheit. Ein negativer Einfluss auf den spontanen Krankheitsverlauf durch Schwangerschaft und Geburt besteht nicht. Während der Schwangerschaft besteht sogar eine verminderte Schubfrequenz. Kurz nach der Geburt ist die Schubfrequenz etwas erhöht, möglicherweise bedingt durch die hormonelle Umstellung oder die des Lebensrhythmus.

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Auszug aus einer Tageszeitung - Über das Medikament Rebif

Heilbar ist Multiple Sklerose noch immer nicht, doch neue Medikamente können den Krankheitsverlauf verzögern. Die Schweizer Pharmafirma Serono hat eine Arznei entwickelt, die der Konkurrenz überlegen ist.

Medikament - Rebif

Nur etwa einer von fünf Multiple-Sklerose-Patienten in der Schweiz kommt in den Genuss einer wirksamen Behandlung. Zudem erhalten viele MS-Patienten nicht die optimale Dosierung der Medikamente. Dies berichteten Experten am Treffen der Europäischen Neurologischen Gesellschaft (ENS) in Paris.
Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste nicht verletzungsbedingte Krankheit des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark) bei jungen Erwachsenen. Der Krankheitsverlauf ist nicht vorhersehbar, doch im Durchschnitt sind die Betroffenen 15 Jahre nach Beginn des Leidens auf den Rollstuhl angewiesen.
Neue Medikamente können jetzt das Fortschreiten der Behinderung verzögern. Am ENS-Meeting zeigten Wissenschafter auf, dass eine möglichst frühe Behandlung mit dem gentechnisch hergestellten Protein Interferon-Beta-1a den Verlauf der Krankheit verlangsamt und die Zerstörung von Nervenfasern vermindert, wenn es dreimal pro Woche in der höchstmöglichen Dosis unter die Haut gespritzt wird.
Bei der Entwicklung und Herstellung der Interferon-Medikamente hat Serono die Nase vorn: Patienten, die ihr Produkt "Rebif" bekamen, hatten eine 90 Prozent grössere Chance, nach 24 Wochen noch frei von MS-Schüben zu sein, als Patienten, die mit dem Konkurrenzprodukt "Avonex" behandelt wurden. Zudem waren bei "Avonex"-Patienten nach 24 Behandlungswochen 50 Prozent mehr neue MS-Herde im Gehirn feststellbar als bei "Rebif"-Patienten. So die Resultate der veröffentlichten MS-Vergleichs-Studie, an der 677 Patienten in Europa, den USA und Kanada teilnahmen.

Ich selber spritze mir Rebif nun seit über 4 Jahren. Und ich vertrage es gut.
Nachlesen kann man das übrigens in meinem Bericht.

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